Wer in Zeiten von Homeoffice den Beruf des Software Quality Assurance Managers ausübt, ergreifen will oder als Software Developer verstärkt selbst testet, hat in dieser Profession weiterhin gute Chancen zur Weiterbildung: Viele Lernplattformen und Unternehmen stellen Ressourcen zum Lernen zur Verfügung. Wir haben uns angesehen, welche sich mit dem Thema Software QA beschäftigen – manuell und automatisiert.

Online-Ressourcen: Hier werdet Ihr fündig.

Wer nach Kursen, Tutorials oder Materialien in der digitalen Sphäre sucht, sollte Englisch beherrschen, denn die allermeisten Quellen sind in der englischen Sprache verfasst. Natürlich gibt es auch deutsche Quellen wie den bezahlten Kurs „Software Tester Schulung – Weiterbildung zum Software Tester“ bei Udemy. Kostenfreie Tutorials in Deutsch sind aber schwer zu finden und dann oft nur sehr rudimentär. Auf den Seiten des German Testing Boards finden sich einige Übersichten, Quellen und Tests für die ISTQB-Prüfung, die wir selbst als Qualifizierungsstandard nutzen, in deutscher Sprache. In unseren Recherchen waren die englischen – kostenlosen wie zahlpflichtigen – Quellen aber sowohl umfangreicher als auch übersichtlicher.

Diese Ressourcen lohnen sich besonders

Softwaretestinghelp.com stellt eine beeindruckende Bandbreite an Erklärungen, Tutorials und Materialien bereit, vor allem textbasiert. Wer sich gerne weiterbilden möchte, muss also die Augen etwas anstrengen. Dafür finden sich auf den Seiten nützliche kostenlose Downloads für Fehlerprotokolle, Testpläne oder Test Cases. Außerdem verweist die Seite auf nützliche Literatur oder bezahlte Premiumdownloads.

Softwaretestingmaterial.com macht besonders in der Vermittlung von Wissen nochmal einiges besser: Zu nahezu jedem Schritt im Testing von Software gibt es hier einen einzelnen Artikel und ein dazugehöriges, zusammenfassendes YouTube-Video für alle, die es audiovisuell besser aufnehmen können.

Der Software Testing Genius orientiert sich in seinen Sammlungen vor allem auf die gängigen Materialien, Tests und Zertifizierungen des ISTQB, hat aber auch umfangreiche und leicht zu findende Artikel zu den Themen automatisiertes und manuelles Testing. Einsteigerfreundlicher, dafür weniger umfangreich findet sich das auch bei Guru99.com, wo es eine komplette Kategorie nur zu Testing-Tutorials gibt.

Appmatics Tipps und Tricks für’s Home-Testing

Für alle TesterInnen, die jetzt zuhause bleiben oder alle, die jetzt ihre Entwicklungen selbst testen wollen, haben wir unsere Appmatics-Top-Tipps zusammengefasst.

  1. Testing beginnt mit dem eigenen Gerät: Auch zuhause sollte man reale Geräte zur Verfügung haben, um Apps und Webseiten zu testen – je mehr desto besser. Wer in einer WG lebt oder zusammen mit dem Partner, vielleicht noch ein Tablet besitzt, hat gleich mehrere Testing-Devices zur Verfügung. Dabei sollten die Betriebssysteme fürs App-Testing am besten auch die Mindestversion abdecken – hierzu kann man eventuell vorhandenen Altgeräte nochmal aus der Schublade holen.
  2. Bei Website-Tests auf die Developer-Tools des Browsers zurückgreifen: Die meisten Browser haben bereits integrierte Testing-Tools, darunter Quellcode-Analyse, responsive Framing zur Simulation unterschiedlicher Bildschirmgrößen und mehr. Aber vor allem sollten auch die unterschiedlichen Browser getestet werden: Safari, Opera, Firefox, Chrome und auch der Internet Explorer 11 sollten zum Einsatz kommen!
  3. Emulatoren und Simulatoren verwenden: Auch wenn diese nicht die realen Bedingungen abbilden, sind Smartphone-Emulatoren für den PC von unschätzbarem Wert, wenn es zum Testen kommt: Vor allem wenn das tatsächliche Gerät nicht zufällig zuhause herumliegt. Aber Vorsicht: Die Emulatoren können nicht 1:1 mit realen Geräten gleichgesetzt werden.
  4. Kommunikation ist unersetzbar: Für TesterInnen im Homeoffice ist die Kommunikation mit KollegInnen von unschätzbarem Wert. Trotz räumlicher Distanz ist es am besten, wenn sich das Team bei Reproduktion und Bestätigung von Fehlern hilft, sodass man die Fehlerursachen einfacher eingrenzen kann.
  5. Bei Dokumentation an Team und Kunden denken: Die Dokumentation der Ergebnisse anhand von Testprotokollen müssen möglichst einfach nachvollziehbar sein und für Team, Entwickler und Kunden leicht zugänglich sein. Dabei sollte man sich auf eine einheitliche Form einigen und weitere Medien wie Screenshots oder Videos beifügen. Am besten eignen sich hierfür Bugtracker oder Projektmanagementtools wie z.B. Jira.

Wer noch Fragen dazu hat, wie er oder sie ein gutes Testumfeld im Homeoffice aufbaut, kann uns gerne kontaktieren. Wir bieten gerne Hilfe und Tipps an und beantworten Eure Fragen rund um das Thema Home Testing.