Sind viele verschiedene Smartphone- und Software-Versionen im Umlauf, wird App Testing kompliziert, da die Anwendung auf einer Vielzahl verschiedener Devices perfekt laufen sollte. Gerade bei Android verwenden Nutzer häufig veraltete Software und Geräte verschiedenster Marken. Das erschwert App-Entwicklern die Arbeit. Bei Apple läuft dagegen auf fast jedem neueren iPhone und iPad die aktuellste iOS-Version. Wir zeigen die Unterschiede in der Fragmentierung bei iOS und Android, wie Google das Problem der Fragmentierung angehen will und warum sich externes Testing der Apps mit Partnern wie Appmatics lohnt.  

Das Problem der Fragmentierung

Tausende verschiedene Geräte und dutzende unterschiedliche Software-Versionen machen die App-Entwicklung gerade für Android schwer. Neue Apps und Features müssen folglich für verschiedene Kombinationen programmiert und getestet werden. Sie sollten im besten Fall auf jedem Gerät fehlerfrei laufen und Sicherheitsstandards garantieren. Bei zu vielen Geräten wird der Aufwand für umfassendes Testing für einen einzelnen Entwickler möglicherweise zu groß. In diesem Fall wird teilweise auf zusätzliche Features verzichtet, damit eine einfache App fehlerfrei auf verschiedene Devices gebracht werden kann. Auch für den Nutzer, der auf weniger Funktionen zugreifen kann oder mehr Bugs findet, entstehen so Nachteile.

Fragmentierung: Apple und Android im Vergleich

Die Apple-Landschaft ist sehr entwicklerfreundlich. Es gibt nur wenige verschiedene Geräte, die zudem fast alle mit der aktuellsten iOS-Version laufen. Kommt eine neue Generation Hard- oder Software auf den Markt, läuft der Austausch für gewöhnlich schnell.

Aktuell läuft auf 76 Prozent der Apple-Geräte iOS 11. Eine beeindruckende Zahl, wenn man bedenkt, dass die Software erst seit September auf dem Markt ist. Auch die Vorgängerversion iOS 10 hatte innerhalb kürzester Zeit eine Marktabdeckung von 80 Prozent erreicht. Nach dem Start der 11. Generation stellten die Nutzer wiederum schnell um (siehe Grafik). Dass trotzdem 5 Prozent der iOS-Nutzer eine ältere Version als iOS 11 nutzen, dürfte v.a. daran liegen, dass Apple die Updates für ältere Geräte nicht mehr zur Verfügung stellt – und die Nutzer dadurch vermutlich inzentiveren will, auf ein neueres Modell umzusteigen.

Quelle: bitbar.com

Auch die Zahl verschiedener Apple-Modelle ist überschaubar. Auch wenn der Markt hier fragmentierter ist als noch vor einigen Jahren, gibt es nur eine Handvoll verschiedener Smartphones mit iOS. Am liebsten sind Apfel-Kunden dabei die aktuellsten Modelle. Das iPhone X ist direkt vor dem iPhone 8, iPhone 8 Plus und iPhone 7 das weltweit am meisten verkaufte Smartphone.

Etwas anders ist die Lage bei Android. Hier spielt nicht nur ein Hardware-Hersteller mit, sondern neben Größen wie Samsung, Huawei und HTC tummeln sich viele weitere Firmen, die verschiedene Modelle auf den Markt bringen. Der Markt gleicht einem Flickenteppich wie die (schon etwas ältere) Grafik von OpenSignal zeigt. Kaum ein Modell kommt in Deutschland auf mehr als zwei Prozent Marktanteil. Aktueller Marktführer ist das schon etwas ältere Samsung Galaxy S7, das laut AppBrain-Statistik in Deutschland von 7,3 Prozent der Android-User genutzt wird.

Quelle: opensignal.com (2015)

Problematisch ist auch die große Zahl unterschiedlicher Software-Versionen auf Android-Geräten. Das aktuelle System Android 8 („Oreo“) läuft auf gerade einmal 5,7 Prozent der Smartphones mit dem Google-System. Ganze 22 Prozent verwenden laut Google-Angaben noch immer die fünfte Lollipop-Generation und selbst noch ältere Betriebssysteme halten sich im Rennen. Von den knapp 80 Prozent Marktabdeckung einer einzigen Version wie bei iOS ist Android damit meilenweit entfernt.

Android steht zwar für 85 Prozent Marktanteil, bei den Apps profitiert aber Apple aufgrund der größeren Einheitlichkeit. Das Google-System stellt Entwickler bei der App-Entwicklung regelmäßig vor Probleme.

Quelle: developer.android.com, Die Daten beziehen sich auf eine 7-Tages-Periode bis einschließlich 7. Mai 2018.

Treble soll Probleme lösen

Bisher schafft es Android nicht, Hersteller und Nutzer von den Vorteilen einer aktuellen Software-Version zu überzeugen. Updates sind häufig kompliziert und lohnen sich für viele ältere Modelle nicht. Google will dieses Problem nun mit Projekt Treble angehen. Das modulare Update-System soll Herstellern eine Aktualisierung auf die aktuelle Software-Version vereinfachen, indem das System von der Low-Level-Software getrennt wird. So sollen Android-Nutzer schneller und einfacher an Updates kommen, die für die Hersteller auch günstiger umzusetzen sind.

Noch steht das Projekt am Anfang. Erst ab Android 8 („Oreo“) gibt es Treble. Bis die große Masse der Android-Nutzer davon profitiert, dürfte also mehrere Jahre dauern. Setzt sich das modulare System durch, könnte Android zumindest eines seiner Fragmentierungs-Probleme lösen. Die vielen Tausend verschiedenen Modelle würden dann immerhin zum Großteil mit aktueller Software laufen.

Quelle: android-developers.googleblog.com

Testen trotz Fragmentierung

Gerade die starke Fragmentierung des Android-Marktes sogt für Schweißausbrüche bei Entwicklern. Während die Einführung neuer Features bei nur einer Apple-API und einer überschaubaren Zahl an Geräten vergleichsweise einfach ist, stellt das Testing Android-Entwickler vor eine echte Herausforderung. „Sowohl Entwickler als auch alle anderen Produktverantwortlichen können neben dem Daily-Business nicht die nötige Zeit in das Testing stecken, wie es erforderlich ist“, erklärt Appmatics-Gründer und Geschäftsführer Ayk Odabasyan.

Gerade bei Android-Apps lohnt sich wegen der Fragmentierung ein externes Testing, es bietet sich aber natürlich auch für iOS-Apps an. „Ein externer Dienstleister für Quality Assurance hat den entsprechenden Device-Pool und kann in den Testzyklen entsprechend mit Personalressourcen skalieren“, meint Ayk Odabasyan.

Appmatics bietet mit seinem Inhouse-Testing Zugang zu über tausend Devices und Konfigurationen. Wir helfen unseren Kunden mit niedrigen Kosten und jahrelanger Expertise in Funktionalität und Usability. Mit unserer Erfahrung optimierten wir bereits die Produkte von bekannten Marken wie Galeria Kaufhof, chefkoch.de oder dem Kicker.

Darum ist Testing wichtig

Das Budget fürs App Testing ist im Vergleich zur Produktentwicklung und dem Marketing häufig überschaubar. Doch gerade die starke Fragmentierung macht eine professionelle Überprüfung nötig. Bei tausenden Android-Geräten und teils veralteter Software verlieren Entwickler ansonsten schnell den Überblick. Wir bei Appmatics haben uns auf App Testing spezialisiert und testen auch Ihre Apps günstig und zuverlässig. Sprechen Sie uns gerne an!