„Do You Speak Usability?“ – Diese Frage können wir aus dem UX/UI Team von Appmatics auf jeden Fall mit „Ja!“ beantworten.

Aber … ist eine CPUX-F Zertifizierung sinnvoll? Kann man das Wissen im beruflichen Alltag anwenden? Reicht es die öffentlich zugänglichen Prüfungsfragen auswendig zu lernen? Und wie läuft die Prüfungsvorbereitung ab?

In diesem Blog-Artikel möchte ich von meinen Erfahrungen berichten, die ich mit dem Erwerb der CPUX-F Zertifizierung gemacht habe. Außerdem bekommt ihr einen Überblick, wieso sich eine Zertifizierung lohnen kann.

Meine Erfahrungswerte

Welche Zertifizierung mache ich?

Nachdem ich Anfang 2022 frisch in den Beruf als UX Researcherin und Designerin bei Appmatics eingestiegen bin, habe ich nach einer passenden Weiterbildungsmöglichkeit im UX-Bereich gesucht, um mir fundierte Grundlagenkenntnisse über Begriffe und Konzepte aus dem Fachbereich User Experience (UX) und Usability anzueignen.

Für mich war schnell klar, dass ich die international anerkannte CPUX-F Basiszertifizierung des International Usability and UX Qualification Boards (UXQB) machen möchte. Denn das „UXQB® Certified Professional for Usability and User Experience – Foundation Level (CPUX-F)“-Zertifikat gilt laut der German UPA „als Standard zur Aus- und Weiterbildung“ für Menschen, die professionell im UX-Bereich arbeiten.

 

Vor der Prüfung

Nachdem die Entscheidung feststand, dass ich die CPUX-Zertifizierung machen werde, wurde zeitnah ein Prüfungsdatum gewählt. Als Mitglied der German UPA erhielt ich sogar eine Vergünstigung auf die Prüfungskosten. Dann musste ich nur noch eines tun: Lernen!

Da ich bereits durch meine ersten Projekterfahrungen im Usability Testing bei Appmatics ausreichend Praxiserfahrung vorweisen konnte und die Zusammenhänge des menschenzentrierten Gestaltungsprozesses verinnerlicht hatte, entschied ich mich die Prüfungsinhalte im Eigenstudium zu lernen. Denn auch laut UXQB können alle Zertifizierungstests ohne vorherige Schulung abgelegt werden.

In Vorbereitung auf die Prüfung, habe ich somit viel eigenständig gelernt. Hierfür lernte ich mit dem frei zugänglichen Lernmaterialien der UXQB.

 

Die CPUX-F Zertifizierungsprüfung

Die Prüfung selbst, war anspruchsvoller als im Vorhinein erwartet. Um die Prüfung zu bestehen, müssen mindestens 70 % der Multiple Choice Fragen (28 von 40 möglichen Punkten) in 75 Minuten richtig beantwortet werden. Wer sich nur auf das Auswendiglernen der öffentlich zugänglichen Prüfungsfragen konzentriert, hat wahrscheinlich eher geringere Chancen genügend Punkte zu bekommen. Denn die Fragen, die während der eigentlichen CPUX-Zertifizierung beantwortet werden müssen, beinhalten einige Tücken, wo „signifikant richtigere“ von grundsätzlich richtigen Antworten unterschieden werden müssen. Somit habe ich auch die gesamten 75 Minuten gebraucht, um auf die Prüfungsfragen zu antworten und sie vor der Abgabe noch einmal auf Richtigkeit zu kontrollieren.

Prüfung

Umso größer war dann die Erleichterung und das empfundene Glück, als ich nach Abschicken der Prüfungsleistung den Bestätigungs-Screen auf meinem Laptop sah: „Sie haben bestanden!“.

Aber, was bringt das Zertifikat?


International anerkannte UX-Zertifizierung

Das CPUX-F Zertifikat ist international anerkannt und orientiert sich an den Anforderungen und Empfehlungen für menschenzentrierte Gestaltung interaktiver Systeme gemäß DIN EN ISO 9241-210. Mit dem Erhalt der CPUX-Zertifizierung weist man objektiv nach, dass man Kompetenzen im Bereich UX und Usability hat.

 

UX-Grundlagenwissen

Darüber hinaus erhält man durch die CPUX-Zertifizierung zentrale UX-Grundlagenkenntnisse und lernt zahlreiche Definitionen und Fachbegriffe. Hat man diese verinnerlicht, bieten die Definitionen ein sehr präzises Verständnis für die einzelnen Prozesse und Methoden. So habe ich meinen Wissenshorizont über den gesamten menschenzentrierten Gestaltungsprozess hinweg erweitern und mit bereits vorhandenem Praxiswissen verknüpfen können.

 

Wir sprechen „Usability“

Nicht immer werden UX-relevante Fachbegriffe richtig verstanden und angewendet. Durch die CPUX-Zertifizierung konnte ich nun nicht nur die Methoden und Prozesse präzise lernen, sondern auch UX-Fachbegriffe, welche für meinen beruflichen Alltag als UX Researcherin relevant sind. Jetzt kann ich mit meinen Teamkolleg*innen aus dem UX-Bereich noch besser zusammenarbeiten und verständigen, sei es mit Product Ownern, Designer*innen oder Entwickler*innen.

 

Weitere Ausbaustufen in Sicht

Zudem bietet das CPUX-F Zertifikat als Basiszertifizierung die Möglichkeit, dass man sein Wissen durch weitere Aufbaustufen vertiefen kann. Dabei gibt es aktuell drei Aufbau-Zertifikate für

  1. Usability Testing and Evaluation (CPUX-UT),
  2. User Requirements Engineering (CPUX-UR) und
  3. Designing Solutions (CPUX-DS).

Da ich mein UX-Fachwissen stetig vertiefen und erweitern möchte, sehe ich die CPUX-F Zertifizierung als wunderbare Grundlage, um mich in Zukunft auch in den weiteren Ausbaustufen weiterzubilden.

CPUX-F Zertifitkat

Mein Fazit

Lohnt es sich „Usability“ zu sprechen? Ich würde diese Frage allemal mit „Ja“ beantworten. Durch den Erwerb des CPUX-F Zertifikats habe ich das nötige UX-Grundlagenwissen erhalten, um unsere Kunden durch alle Stadien in der digitalen Produktentwicklung begleiten zu können.

Das ist auch der Grund, wieso wir aus dem UX/UI Team bei Appmatics alle über eine CPUX-F Zertifizierung verfügen. Denn der Fokus unserer Arbeit besteht immer darin, dass wir den menschenzentrierten Gestaltungsprozess bei der (Weiter-)Entwicklung von digitalen Lösungen an erste Stelle stellen.

Ihr wollt jetzt wissen, was wir im Bereich UX/UI abieten? Dann schaut gerne hier vorbei.
Und bei Interesse vereinbart gerne einen unverbindlichen Termin.

Autorin: Lisa Trubina